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Die Entwicklungzyklen der Stechmücke

Die Stechmücken (lat. Culicidae) gibt es seit etwa 170 Millionen Jahren auf unserem Planeten. Diese Familie unterteilt sich in etwa 35 Gattungen, auf die sich 2700 Arten verteilen. In ganz Europa leben etwa 104 verschiedene Arten. Eine genaue Darstellung und Gliederung der Gattungen und Arten findet sich hier Fauna Europaea. Die Entwicklung der Stechmücke erfolgt in vier Schritten.

EiergelegeZuerst wird das Ei von einer erwachsenen, weiblichen Stechmücke in ein Gewässer gelegt. Hierzu reichen schon kleine Mengen von Wasser aus, damit die Metamorphose vollzogen werden kann. In unseren Gefilden findet man sie eigentlich überall, in Regentonnen, kleinen Tümpeln oder auch sehr zahlreich in Gartenteichen. Die Eier werden je nach Art entweder einzeln oder in sogenannten Gelegen abgelegt. Das Bild rechts veranschaulicht dabei sehr gut, wie ein solches Gelege aus Eiern aussieht, nachdem es abgelegt wurde. Diese Gelege können dabei aus bis zu 400 einzelnen Eiern bestehen.

LarveAus dem Ei entwickelt sich dann bald eine Larve (siehe Bild rechts), welche sich dann direkt unter der Wasseroberfläche "aufhängt". Am hinteren Ende der Larve befindet sich ein kleiner Rüssel, das ist noch nicht der spätere Stachel, sondern dient zur Sauerstoffzufuhr für die Larve. Die Mückenlarven ernähren sich hauptsächlich von Mikroorganismen, wobei es bei vereinzelten Arten bei Nahrungsknappheit auch zu Kannibalismus in den eigenen Reihen kommen kann. Die Nahrungsaufnahme wird durch kleine Fächer am Kopfende unterstützt, mit diesen fächern sie sich Wasser zu und durch den dadurch entstehenden Sog fangen sie die umliegenden Mikroorganismen ein.

PuppeDer nächste Schritt in der Entwicklung ist die Puppe. In diesem Stadium wird keine Nahrungsaufnahme mehr vollzogen, sondern die Puppe bereitet sich darauf vor zu schlüpfen. Auch die Sauerstoffzufuhr findet nicht mehr über den Rüssel statt, sondern die Atmung erfolgt durch kleine Hörner am Thorax. Die Puppe hält sich jetzt nicht mehr kopfüber unter der Wasseroberfläche auf, sondern mit dem Kopf nach oben. Wenn sich aus der Puppe die fertige Stechmücke entwickelt hat, beginnt dieser Zyklus wieder von vorne. Sie legen wieder Eier, welche dann wiederum alle Stadien der Verwandlung durchlaufen. Die Dauer des Zyklus ist dabei stark abhängig von der jeweiligen Art und der Temperatur des Gewässers, in dem sie sich befinden. Einige Arten haben einen Zyklus von vier Tagen, andere hingegen benötigen einen Monat, um als ausgewachsene Mücke zu schlüpfen. Das folgende Video (in englischer Sprache) veranschaulicht nocheinmal zusammenfassend die vier Lebenszyklen der Stechmücken.